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| Richard Strauss |
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| Den Glücksfällen, bei denen erstrangige Komponisten auf kongeniale Librettisten stoßen, verdankt die Musikgeschichte hervorragende Ergebnisse. So auch bei der Frau ohne Schatten. Regisseur Robert Carsen versucht eine interessante psychologische Deutung dieses berührenden Märchens. |
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Die Frau ohne Schatten Regie und Licht: Robert Carsen Ausstattung: Michael Levine Dramaturgie und Assistenz: Ian Burton

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Die Frau ohne Schatten Einführungsvortrag: Mag. Margarete Arnold (halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Gustav Mahler-Saal)
Eines Tages erlegte der Kaiser auf der Jagd eine weiße Gazelle. Als sein Pfeil das Tier traf verwandelte es sich in eine schöne Frau. Der Kaiser heiratete sie und hält sie seitdem vor der äußeren Welt verborgen. Ihr Vater Keikobad, der Geisterfürst, sendet jeden Monat einen Boten, um herauszufinden, ob die Kaiserin einen Schatten wirft - als Zeichen dafür, daß sie ein Mensch geworden und fähig ist, Kinder zu bekommen.
Erster Akt
1. Szene Die Amme wacht über die schlafende Kaiserin, alsKeikobads Bote abermals erscheint. Als sie dem Geisterboten mitteilt, daß die Kaiserin immer noch keinen Schatten wirft, verkündet er Keikobads Urteilsspruch: wenn sie innerhalb von drei Tagen keinen Schatten hat, wird ihr Vater sie wieder in Besitz nehmen und der Kaiser zu Stein erstarren. Der Kaiser bricht zu einer dreitägigen Jagd auf, in der Hoffnung, seinen verlorenen Falken wiederzufinden. Als die Kaiserin erwacht, hört sie die Stimme des Falken und kann seine Sprache verstehen: "Die Frau wirft keinen Schatten! Der Kaiser muß versteinern!" Verzweifelt bittet sie die Amme, ihr bei der Erwerbung eines Schattens zu helfen. Sie könne einen solchen nur auf der Erde, unter menschlichen Wesen finden, erklärt ihr die Amme. Die Kaiserin überwindet ihre anfängliche Furcht, und mit Hilfe der Amme macht sie sich zur Reise in das Land der Schatten auf.
2. Szene Der Färber Barak und seine Frau leben in Armut, zusammen mit Baraks drei Brüdern. Er arbeitet hart, um die Familie zu erhalten.Doch seine Frau ist tief unglücklich und weigert sich, ihrem Manne die Kinder zu schenken, nach denen er sich sehnt. Als Barak zum Markt aufbricht, betreten Kaiserin und Amme das Färberhaus... Die Färbersfrau geht einen Handel mit der Amme ein: innerhalb der nächsten drei Tage wird sie ihren Schatten und damit ihre ungeborenen Kinder preisgeben im Tausch für Reichtümer, kostbare Kleider und Liebhaber. Die Amme bereitet durch Zauberkraft dem Färber sein Abendessen zu und spaltet das Ehebett entzwei. Allein, hört die Färberin die Rufe ihrer ungeborenen Kinder. Barak kehrt heim und erfährt von seiner Frau, daß sie nicht länger mit ihm schlafen werde. Traurig lauscht er den Wächtern der Stadt, die in der Ferne das Lob der Ehe und der Kinder singen.
Zweiter Akt
1. Szene Am ersten der von Färberin und Amme ausgemachten Frist von drei Tagen: Kaum ist Barak aus dem Haus, zaubert die Amme einen schönen jungen Mann herbei, den sie der Frau als Verkörperung ihrer unbewußten Sehnsucht einredet. Als Barak unerwartet früh zurückkehrt, läßt die Amme den jungen Mann wieder verschwinden. Der Färber kehrt mit Essen und Wein für seine Familie und Freunde heim. Nur sein Weib weigert sich, an dem Fest teilzunehmen und bricht schließlich in Tränen der Verzweiflung aus.
2. Szene Der Kaiser hat seinen Falken wiedergefunden, der ihn zum Falknerhaus führt. Die Kaiserin hatte ihrem Gatten geschrieben, daß sie ihn hier erwarten würde. Doch er findet das Haus leer, und als er seine Frau heimlich zurückkehren sieht, ist der Kaiser überzeugt, betrogen worden zu sein. Verzweifelt beschließt er, die Kaiserin zu töten, doch er vermag es nicht auszuführen.
3. Szene Am folgenden Tag wartet die Färberin ungeduldig darauf, daß ihr Mann zum Markt gehe. Als er zu trinken verlangt, mischt ihm die Amme einen Schlaftrunk. Der Zauberjüngling erscheint von neuem und versucht die Färbersfrau. Ihr Verlangen erschreckt sie, und sie weckt ihren Gatten. Barak begreift die Ängste seiner Frau nur langsam. Voller Enttäuschung verläßt sie mit der Amme das Haus. Die Kaiserin bleibt allein mit dem verstörten Mann zurück.
4. Szene In dieser Nacht liegt die Kaiserin in unruhigem Schlaf Sie fühlt den gequälten Blick Baraks auf sich, träumt, daß der Kaiser hinter einer großen Türe eingesperrt ist und langsam versteinert. Stimmen drängen sie, die Schwelle des Todes zu überschreiten und das Lebenswasser zu trinken. Sie fühlt, daß ihr Versuch den Schatten zu rauben, alle ins Unglück stürzt.
5.Szene Der dritte Tag: Dunkelheit herrscht mitten am Tage, Baraks Brüder sind voller Angst. Sein Weib verhöhnt ihn, gesteht einen Ehebruch und daß sie ihren Schatten (und damit ihre ungeborenen Kinder) von sich gegeben habe. Barak befiehlt seinen Brüdern, das Feuer zu schüren; diese rufen, daß die Frau keinen Schatten wirft. Jetzt müßte die Kaiserin diesen an sich reißen, doch aus Mitleid vermag sie es nicht. Barak will seine Frau umbringen, da gesteht sie, daß sie sich nur in Gedanken schuldiggemacht hat, und fleht um Vergebung. Das Haus versinkt im Erdboden und die Amme zerrt die Kaiserin von den Trümmern der Menschenwelt zurück.
Dritter Akt
1. Szene Barak und seine Frau sind getrennt worden. Sie sehnen sich nach einander und nach Vergebung für die Fehler der Vergangenheit. Eine Stimme ruft sie ans Licht.
2. Szene Ein Boot führt Kaiserin und Amme zum Reich des Keikobad. Die Kaiserin erkennt die Türe aus ihrem Traum wieder, die zu durchschreiten die Amme sie hindern will.Die Kaiserin sagt ihr, daß sie ihre Hilfe nicht länger benötigt. Verzweifelt versucht die Amme, ihrer Herrin zu folgen; doch der Geisterbote erscheint und verurteilt die Amme, "unter den Menschen umherzuirren".
3. Szene Die Kaiserin steht vor ihrem Vater und rechtfertigt sich für ihre Taten. Eine Stimme lockt sie, das Wasser des Lebens zu trinken und so den Schatten der anderen zu erwerben. Doch die Kaiserin weigert sich, das Glück der Färber um ihrer Bedürfnisse willen zu zerstören. Dadurchgewinnt sie ihren eigenen Schatten und befreit sich und den Kaiser von der Macht des Keikobad.
4. Szene Barak ist neuerlich mit seiner Frau vereint, die ebenfalls ihren Schatten wiedergewonnen hat. Beide Paare jubeln, und aus der Ferne stimmen die ungeborenen Kinder ein.
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23. März 2012 Beginn: 18.00 Uhr |
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| Spieldauer: 4 Stunden , Pausen: 2 |
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