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"Der fliegende Holländer", Premiere am 9. März

Volksoper Wien

Unter der Regie von Aron Stiehl, am Pult Marc Piollet. Heldenbariton Markus Marquardt gibt in der Titelrolle sein Volksoperndebüt, die amerikanische Sopranistin Meagan Miller ist Senta, den Daland singt Ensemblemitglied Stefan Cerny.

Er ist eine geradezu mythische Figur mit Parallelen zu Faust und Odysseus, er ist selbstherrlich, trotzig und fürchtet weder Gott noch Satan: der fliegende Holländer. Weil er bei einer gefährlichen Fahrt um ein Kap den Teufel angerufen hat, ist er zu rastloser Irrfahrt und endloser Suche verdammt – es sei denn, er findet eine Frau, deren bedingungslose Treue ihm die Erlösung aus seinem untoten Dasein bringt. Aber nur alle sieben Jahre darf er an Land gehen, um die Seelenverwandte zu finden. Als er Senta begegnet, erfüllt sich auch ihr Schicksal, das sie in Träumen und Visionen schon vorhergesehen hat: seine Erlöserin zu sein. 

Richard Wagners singuläre Oper entstand 1841 und entsprach ganz der damaligen Mode romantischer Schauerliteratur. Dabei entwarf Wagner eine ausgefeilte musikalische Dramaturgie, um die Welten von Menschen und Geistern einander gegenüber zu stellen und die Figuren von Senta und dem Holländer zu zeichnen: pathetisch, aber niemals sentimental. Bei der Uraufführung 1843 an der Hofoper in Dresden blieb das Werk hinter dem Erfolg des vorhergegangenen Rienzi zurück – vermutlich ein Anzeichen dafür, dass Richard Wagner hier seiner Zeit sprichwörtlich voraus war. 
Mit dem „Fliegenden Holländer” schlug er einen richtungsweisenden Weg ein, der den Grundstein zu seiner späteren kompositorischen Handschrift legte. Nicht umsonst ist dieser chronologisch auch das erste jener Werke, die der Komponist zu einer Aufführung in seinem Festspielhaus in Bayreuth zuließ. 

An der Volksoper wurde „Der fliegende Holländer” 1908 erstmals gezeigt, war danach bis November 1936 im Repertoire. Nun kehrt Richard Wagners Jugendwerk im Übergang von der Spieloper zum Musikdrama auf die Volksopernbühne zurück. 

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