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Pierre Alechinsky gestaltet 2018/19 den Eisernen Vorhang der Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper

Der Eiserne Vorhang ist eine von museum in progress konzipierte und in Kooperation mit der Wiener Staatsoper und der Bundestheater-Holding realisierte Ausstellungsreihe, die die Brandschutzwand zwischen Bühne und Zuschauerraum in einen temporäre Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst verwandelt.

Pierre Alechinsky wurde 1927 in Brüssel geboren. Der Künstler lebt und arbeitet seit 1951 in Frankreich. Sein Werk umfasst Aspekte von abstraktem Expressionismus, Tachismus und lyrischer Abstraktion. Alechinsky ist eine zentrale Persönlichkeit der legendären Künstlergruppe CoBrA, die 1948 in Paris gegründet wurde. 

Große Einzelausstellungen fanden unter anderem im Stedelijk Museum in Amsterdam, an der Biennale in Venedig, an der Documenta in Kassel, im Museum of Modern Art und im Solomon R. Guggenheim Museum in New York, im Centre Georges Pompidou in Paris und im National Museum of Art in Osaka statt. 2018 wurde Pierre Alechinsky mit dem „Praemium Imperiale“ der Japan Art Association ausgezeichnet. 

Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Eiserner Vorhang“ an der Wiener Staatsoper ist dies das bereits 18. Großbild. Die Großbilder (176 Quadratmeter) werden nach innovativen Verfahren produziert und installiert. Die Herstellung erfolgt nach dem CALSI-System (Computer Aided Large Scale Imagery) auf einem PVC-Netz, welches mittels Magneten auf dem jeweiligen Eisernen Vorhang fixiert werden. Durch diese Technik bleibt der darunterliegende originale Eiserne Vorhang, der in Wien denkmalgeschützt ist, unberührt.

Der Eiserne Vorhang in der Wiener Staatsoper wurde seit 1998 von folgender Künstlerinnen und Künstlern verwirklicht: Kara Walker (1998/99), Christine und Irene Hohenbüchler (1999/2000), Matthew Barney (2000/2001), Richard Hamilton (2001/2002), Giulio Paolini (2002/2003), Thomas Bayrle (2003/2004), Tacita Dean (2004/05), Maria Lassnig (2005/06), Rirkrit Tiravanija (2006/07), Jeff Koons (2007/08), Rosemarie Trockel (2008/09), Franz West (2009/10), Cy Twombly (2010/11), Cerith Wyn Evans (2011/12), David Hockney (2012/13), Oswald Oberhuber (2013/14), Joan Jonas (2014/15) und Dominique Gonzalez-Foerster (2015/16), Tauba Auerbach (2016/2017) und John Baldessari (2017/2018).