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Salome

Premiere

Wiener Staatsoper

In dem elektrisierenden und faszinierenden Werk lässt Strauss die Sexualität einer jungen Prinzessin gegen die asketische Glaubenswahrheit eines Propheten prallen. Als der von Salome begehrte Jochanaan die junge Prinzessin zurückweist, setzt sie bei ihrem Stiefvater König Herodes seine Enthauptung durch.

Wie ein Fieberwahn glüht der hundertminütige Einakter, mutig sprengte der Komponist gleichermaßen Klang- und Moralvorstellungen seiner Zeit. Bis heute bannt die Musik durch ihre enorme Bildhaftigkeit, hochgepeitschte Emotionalität und scharfe, bisweilen grelle Figurenzeichnung. Strauss porträtiert mit einer ungeheuren Orchestrationskunst nicht nur die dekadent-schwüle Atmosphäre des königlichen Hofes, die Salomes Kindheit auf dem Gewissen hat, sondern zeigt überdies auf bannende Weise eine differenzierte Auffächerung des äußeren und innerpsychologischen Geschehens.

In seiner Salome-Regie möchte Cyril Teste die Energie und den Herzschlag Salomes erlebbar machen, ihre Traumata vergegenwärtigen und ganz grundsätzlich die Familiengeschichte einer mächtigen Dynastie erzählen, deren innere Mechanismen das hervorrufen müssen, was am Ende steht: Zerstörung.  

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