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"Orest" von Manfred Trojahn, Premiere am 31. März 2019 Wiener Staatsoper 27. Februar 2019

Wiener Staatsoper

2011 in Amsterdam zur Uraufführung gelangt, erzählt Trojahns "Orest" – das Libretto stammt vom Komponisten – den Mythos des Muttermörders neu.

Es geht um den Umgang mit Schuld und Erinnerung, um die Bewältigung der Tat, um Verfolgung und Befreiung. Trojahn packt das äußere Geschehen wie die inneren Bilder Orests in eine ausdrucksstarke Klangwelt, die die Zerklüftetheit seines Daseins eindrucksvoll beschreibt. So ist Orest ein Fliehender und Suchender, der – so Trojahn – nur einen Fehler macht: „Er meint, er könne die Schuld hinter sich lassen – und er wird erst spät bemerken, dass er mit der Schuld zu leben hat, um sie zu überwinden.“

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