Ein Mann (Christian Kircher, Geschäftsführer der Bundestheater-Holding)  sitzt im Rahmen der Jahrespressekonferenz 2026 an einem rechteckigen Tisch mit weißer Tischdecke. Vor ihm liegen mehrere farbige Broschüren ordentlich ausgebreitet. Hinter ihm steht eine große blaue Stellwand mit dem Logo und der Aufschrift „Österreichische Bundestheater“ sowie dem Slogan „Wir schaffen Spielraum“.Der Raum ist repräsentativ gestaltet: Der Boden ist schwarz‑weiß kariert, an den Seiten stehen Marmorsäulen, und die Decke ist reich verziert. Links im Bild ist professionelle Beleuchtungstechnik aufgebaut. Der Mann blickt ruhig in Richtung Kamera.

Starke Basis für die Zukunft der Österreichischen Bundestheater. 10 Jahre Bilanz der Bundestheater-Holding unter der Führung von Christian Kircher

Über sensationelles Publikumsinteresse konnten sich die Österreichischen Bundestheater auch im Geschäftsjahr 2024/25 freuen. Die Kartenerlöse wurden in allen Häusern weiterhin gesteigert und der Trend setzt sich auch in der laufenden Spielzeit fort. 

Auf der Aufwandseite führten allerdings inflationsbedingte Kostensteigerungen, vor allem im Personalbereich, zu großen Herausforderungen für die langfristige Finanzierung des Bundestheaterkonzerns.

Die Spielzeit 2024/25 war von Steigerungen in fast allen künstlerischen und wirtschaftlichen Bereichen geprägt. In der Saison 2024/25 konnten insgesamt 1.328.845 Besucher:innen (Vorjahr: 1.315.955) in 1.650 Vorstellungen (Vorjahr: 1.674) begrüßt werden. Der Publikumszuspruch zeigt sich auch in der Sitzplatzauslastung. Die Wiener Staatsoper war im Berichtsjahr zu praktisch 100 % (98,9 %) ausgelastet, die Volksoper Wien zu 85,5 % (Vorjahr: 83,9 %) und das Burgtheater zu 79,2 % (Vorjahr: 71,6 %). Die Einnahmen aus Ticketverkäufen konnten wiederum um 3,8 % (Vorjahr: 14,4 %) gesteigert werden, nämlich auf 64,7 Mio. EUR (Vorjahr: 62,3 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse betrugen für den gesamten Bundestheaterkonzern im Berichtsjahr 94,3 Mio. EUR (Vorjahr: 85,3 Mio. EUR). Auch die Investitionen waren mit 39,5 Mio. EUR (Vorjahr: 37,3 Mio. EUR) wieder sehr hoch.

Die fehlende Werthaltigkeit der Basisabgeltung in Form der automatischen Inflationsanpassung erschwert jedoch eine längerfristige Planung. Aktuell werden im Auftrag des BMWKMS verschiedene Einsparungsszenarien erarbeitet.

In den letzten zehn Jahren wurden zahlreiche Weichenstellungen, u.a. in den Bereichen Governance, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Compliance, für ein modernes und kosteneffizient geführtes Unternehmen gesetzt und somit die Grundlage für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung des größten Theaterkonzerns der Welt geschaffen.

Meilensteine der Jahre 2016 bis 2026

Mit dem Compliance-Management und dem 2016 erstmals verschriftlichten Bekenntnis zu Transparenz, Integrität und ethischem Handeln im Compliance-Kodex nehmen die Östereichischen Bundestheater im Governancebereich eine Vorreiterrolle ein.

Ein wichtiger Schritt für Nachwuchskräfte erfolgte mit der im Geschäftsjahr 2024/25 gegründeten Akademie für Theaterhandwerk und der begleitenden Lehrlingskampagne. Der Erfolg mit über 600 Bewerbungen für 20 Lehrstellen ab Herbst 2026 war enorm.

Mittels Digitalisierung und Einführung von State-of-the-art-Technolgien wurden analoge Prozesse durch elektronische Workflows ersetzt. Dies betrifft insbesondere die Digitalisierung des Rechnungswesens und der Personalverrechnung nach Zusammenführung dieser beiden Funktionen in der Bundestheater-Holding.

Durch die Installierung eines Energie- und Umweltmanagements und den Einsatz innovativer Technologien konnte seit 2014 eine Reduktion des Energieverbauchs um 35,5 % erzielt werden. Alle Bühnengesellschaften sind mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet und die Österreichischen Bundestheater seit 2015 nach ISO 50001 zertifiziert.

445 Verbesserungsmaßnahmen waren das Ergebnis der Untersuchungen der Internen Revision, die praktisch alle kaufmännischen und organisatorischen Bereiche des Konzerns prüfte. 85 % davon wurden bereits umgesetzt.

Sowohl durch Infrastrukturmaßnahmen wie die Neubestuhlung des Akademie- und Burgtheaters und das neue Opernfoyer mit den Bundestheaterkassen als auch durch die neue Kartenvertriebssoftware wurde die Besucher:innen-Convenience gesteigert.

Barrierefreiheit ist ein wichtiges Thema, das die Österreichischen Bundestheater durch laufende Baumaßnahmen, inklusive Vermittlungsprogramme und barrierefreie Kommunikation leben.

Für Christian Kircher, der nach 10 Jahren Geschäftsführung der Bundestheater-Holding ab 1. April 2026 neue Wege geht, sind es mehrere Gründe, die den Erfolg der Österreichischen Bundestheater ausmachen: „Zum einen spricht das ungebrochene Publikumsinteresse für die künstlerische Qualität der Programmierung und zum anderen schafft die Bundestheater-Holding als Konzernmutter mit den Konzernstrukturen eine Basis, die den einzelnen Häusern den Raum für die künstlerische Arbeit ermöglicht.“

„Die Österreichischen Bundestheater haben in den letzten Jahren nicht nur auf Publikumsebene durch die steigende Resonanz viel erreicht, sondern auch auf Unternehmensebene eine Vorreiterrolle in vielen Bereichen wie Prozess- und Kostenoptimierung, Compliance, Lehrlingsausbildung, Energiemanagement etc. eingenommen“, so Christian Kircher zum Abschluss der Pressekonferenz.

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