Der 29. Beitrag der von museum in progress  konzipierten und seit 1998 in Kooperation mit der Wiener Staatsoper und der Bundestheater-Holding realisierten Ausstellungsreihe »Eiserner Vorhang« wird posthum mit einem Werk von Herbert Brandl gestaltet.

»Eiserner Vorhang« ist eine von museum in progress konzipierte Ausstellungsreihe, die in Kooperation mit der Wiener Staatsoper und der Bundestheater-Holding realisiert wird. Seit 1998 verwandelt das Projekt den eisernen Vorhang der Hauptbühne in einen Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst. Die 176 mgroßen Bilder werden mit Magneten auf der Brandschutzwand fixiert und können vom Publikum vor und nach den Aufführungen sowie in den Pausen wahrgenommen werden.

Herbert Brandls kraftvolle Werke sind geprägt von markanter Farbigkeit und atmosphärischer Verdichtung, und oszillieren zwischen Abstraktion und Figuration. 2007 vertrat er Österreich bei der Biennale von Venedig und nahm bereits 1992 an der documenta und 1989 an der São Paulo Biennale teil. Seine Arbeiten sind in zahlreichen renommierten Museen weltweit vertreten, darunter die Albertina in Wien, das Centre Pompidou in Paris, das Kunsthaus Zürich, das Museu Serralves in Porto, das Museo Reina Sofía in Madrid und die Renaissance Society in Chicago. Mit seiner eigenständigen, intuitiven Bildsprache nimmt Brandl einen zentralen Platz in der österreichischen und internationalen Gegenwartskunst ein.

Fotos:  
Herbert Brandl, Eiserner Vorhang, museum in progress, Wiener Staatsoper, 2026/27. © museum in progress  
Herbert Brandl © Rudi Molacek